Wir Friedhofsgärtner wissen um den hohen ökologischen Wert des Friedhofs. Zahlreiche Tiere und Pflanzen finden hier einen idealen Rückzugsort. Bienen und Insekten lieben Nahrung, die ihnen mit Nektar- und Pollen-spendenden Pflanzen geboten werden.

Bei unseren bienenfreundlichen Grabgestaltungen werden deshalb sämtliche Pflanzen unter dem Gesichtspunkt „Insektennahrung“ ausgewählt:  Als hohe, raumbildende Stauden pflanzen wir gerne Gelben Sonnenhut, Blaues Eisenkraut und Schafgabe. Für diese Beete wiederentdeckt, haben wir die überraschend robusten „Bienenmagnete“, die Schmuckkörbchen, Cosmea in diesem Jahr eingesetzt. Gemischt mit mittelhohen Stauden wie Scabiosen und Gehölzen wie z.B. Lavendel.

Zusätzlich verwenden wir eine spezielle Sorte von dauerblühenden, dunkelblauen Salvien, die wir extra für diesen Einsatz haben anbauen lassen. Als Unterpflanzung dient häufig Sedum oder auch „Weihenstephaner Gold“, der mit üppigen gelben Blüten von Juli-August die Beete ergänzt.

Dazu pflanzen wir oft Hummelbegonien, die häufig als Eisbegonien einen schlechten Ruf haben, aber für Hummeln den ganzen Sommer ein Festessen darstellen. Bei diesen Beeten wechseln sich die Blütezeiten der einzelnen Pflanzen den ganzen Sommer über ab. So ändert das Beet ständig sein Äußeres, bleibt für das Auge spannend und bietet die ganze Zeit über verschiedensten Insekten wertvolle Nahrung.